Das GameStar Pinboard Star Wars Rollplaying Game



GSPB-SW-RPG



Kapitel 1 - Der Aufbruch



V'ran Polk hing mit seinem TIE-Defender im Weltraum über Tatooine und wartete, sein Ziel hätte eigentlich schon längst von der Oberfläche gestartet sein müssen. Seit sein Partner tot war hat er kaum noch einen Auftrag zu Ende bringen können. Klabert war genau wie er ein Mensch und für das Taktische Vorgehen der beiden verantwortlich gewesen, ohne ihn war es unweit schwieriger.
Das Aufleuchten einer Lampe Signalisierte ihm, dass seine Ware gestartet war und Kurs auf ihn nahm, er koppelte die 3 Ionenkanonen seines Raumjägers und machte sich bereit. Als der Frachter in die Umlaufbahn einschwenkte startete er die Triebwerke und nahm den YT-2000 in die Zielerfassung.
"Tekla Vsora, fahren sie ihre Triebwerke runter und machen sie sich bereit geentert zu werden!"
"Keine Chance Polk, sie bringen mich nicht zurück zu den Hutts, ich bin nicht mit Zehnmillionen Credits abgehauen ohne mir eine kleine Rückversicherung zuzulegen."
Plötzlich tauchten 4 Y-Wings aus dem Hyperraum auf und begannen auf ihn zu schießen, rotes Feuer aus ihren Laserkanonen überzog seinen Schild, ohne jedoch große Energieverluste anzurichten. Er zog den Steuerknüppel hart nach hinten und machte einen Looping hinter einen der Feindjäger, koppelte zusätzlich zu den Ionenkanonen noch die Laser dazu und drückte den Abzug durch. Der Jäger zerbarst in 3 unzuordbare Teile. Ein Pfeifton warnte ihn, dass 2 der verbliebenen Y-Wings eine Torpedozielpeilung auf ihn vornahmen.
Eine schnelle Bewegung des Steuerknüppels nach links brachte ihn aus der Schusslinie und neben einen weiteren Y-Wing, ohne die Bestätigung des Zielcomputers abzuwarten schoss er 2 Torpedos auf den Jäger ab, der nicht mehr ausweichen konnte. Die Erschütterung durchfuhr seinen eigene Jäger und senkte die Schilde auf 27%. Die noch verbliebenen beiden Jäger schossen nun ebenfalls mit Ionenkanonen und Lasern gleichzeitig. Einer der beiden kam direkt auf ihn zu: Was für ein Idiot, sein Jäger hat viel zu schwache Schilde um es mit meinem aufzunehmen. Per Traktorstrahl hob er sich hinter den Jäger und feuerte seine Waffen ab, das was übrig blieb konnte man nicht mehr identifizieren, der letzte Jäger wendete und wollte das Schlachtfeld verlassen, doch wer V'ran angriff kam nur selten lebend davon, er schaltete auf Torpedos, wartete auf das Piepsen, dass eine Zielerfassung anzeigte und schoss, ein blauer Körper löste sich von seinem Jäger und nahm Kurs auf den Flüchtling, der letzte Y-Wing verging in einem roten Feuerball.
Er öffnete einen Kommkanal zu Vsoras YT: "Ich hasse es angegriffen zu werden, schalten Sie ihre Triebwerke ab oder ich zerblase Sie wie ihre Verteidigung. Tot bringen sie immer noch zweihunderttausend Credits und glauben Sie mir, dass würde mir eine echte Genugtuung sein."

***

C'ar'dra stand im kühlen Hangar des großen Tempels und lauschte auf die Geräusche des Dschungels. Ein kleines Tier lief in der Nähe vorbei, und in der Ferne zankten sich einige Vögel um einen Strauch reifer Früchte. Als Luke Skywalker neben ihn trat, mußte er nicht auf seine Jedikräfte zurückgreifen. Er hatte den Jedimeister schon längst am Geruch erkannt.
"Es ist soweit. R2 hat soeben einen Funkspruch erhalten. Das Shuttle ist da."
"Ich bin berrreit."
"Du bist jetzt ein vollwertiger Jedi. Das Shuttle wird dich nach Coruscant bringen. General Cracken erwarte dich bereits."
"Ja, Meisterrr Skywalkerrr."
C'ar'dras Ohren zuckten, als er das schnell näherkommende Heulen von Triebwerken hörte. Ein winziger Punkt am Himmel verwandelte sich binnen weniger Augenblicke in ein Shuttle, das elegant heranschwebte. Als es bereits senkrecht zu Boden sankt klappten die Flügel nach oben, und es setzte sanft auf den geschwärzten Landefeld auf. Die Rampe schob sich nach unten, und die anderen Jedischüler eilten herbei, um die Fracht auszuladen.
"Viel Erfolg und möge die Macht mit dir sein", sagte Meister Skywalker.
C'ar'dra nickte und ging ohne zu zögern zu dem wartenden Shuttle. 'Tu es oder tue es nicht' rezitierte er dabei im Kopf. In diesem Fall fiel die Wahl leicht.

***

"Sabbacc!" rief der Gran namens Tysek aufgeregt und legte seine Karten vor sich auf den Tisch.
Er hatte auch allen Grund nervös zu sein, denn die Credits die auf dem Tisch lagen mussten für ihn mehr als ein ganzer Monatslohn sein und die Hälfte davon waren seine.
Er hatte die vorherigen Zehn Runden alle verloren und hatte nun in einem letzten verzweifelten Akt alles gesetzt, um sein verlorenes Geld zurückzugewinnen.
Ein menschlicher Spieler namens Rujik neben ihm, der bereits nach der 6. Runde ausgestiegen war setzte ein breites Grinsen auf:
"Das ich das noch erleben darf! Talan Horl besiegt von einem blutigen Anfänger!"
Wenn Talan sich über das verlorene Spiel ärgerte lies' er es sich nicht anmerken.
"Ich bin etwas enttäuscht von dir Rujik! Unser Freund hier mag' vielleicht ein blutiger Anfänger sein, aber du solltest die Regeln hier auf Nar Shadaa eigentlich besser kennen" Nach einem Blick auf die Karten des Gran fuhr er mit einem Lächeln fort und schob dabei beiläufig seine Karten in das Interferenzfeld in der Mitte des Tisches.
"Du solltest wissen, dass das Spiel erst beendet ist, wenn der erste Spieler seine Karten ins Interferenzfeld legt!"
An den Gran gewandt fügte er hinzu:"Eigentlich führt ein falsch ausgerufener Sabbacc zum sofortigen Sieg des Gegners, aber ich will mal nicht so sein..."
Der inzwischen panische Gesichtsausdruck des Gran formte sich zu einem dankbaren,erleichterten Lächeln."...ich fürchte nur, der Zufallsgenerator hat es mit deinen Karten inzwischen nicht gut gemeint!"
Alle Augen am Tisch schossen zu den Karten des Gran, die während der kurzen Unterhaltung keiner beachtet hatte.
In der kurzen Zeit bevor Talan das Spiel beendet hatte, hatte sich der Stab Commander in eine Balance gewandelt, was aus dem Sabbacc ein 0 Punkteblatt machte.
In der Zwischenzeit drehte Talan seine Karten um. "Es passiert nicht oft, dass ich mit 2 Punkten gewinne!" sagte er dem Gran mit einem breiten Grinsen.
"Und es wird auch nicht mehr passieren" sagte der Gran in gebrochenem Basic und griff zu seinem Blaster.Alle Blicke richteten sich auf ihn, als er mit dem Blaster genau auf Talan zielte. "Und jetzt greifst du ganz langsam mit der linken Hand in deine Taschen und leerst sie, den Blaster zuerst."
"Ganz ruhig, Kumpel." sagte Tal und legte seinen Blaster vorsichtig vor sich auf dem Tisch. Dem Blaster folgten drei Thermaldetonatoren, ein paar Credits, sowie ein Datapad, auf dem ein Countdown zu erkennen war.
"Was ist das? Raus mit der Sprache?" fragte Tysek und sein Finger kam dabei dem Abzug bedrohlich nahe.
"Das? Das ist nur der Deaktivierungsmechanismus!"
"Deaktivierungsmechanismus? Für was?" fragte der Gran misstrauisch.
"Die Thermaldetonatoren natürlich. Wenn ich bis in 40 Sekunden nicht den Deaktivierungscode eingegeben habe gab' es dieses Gebäude einmal" fügte er mit einem unschuldigen Lächeln hinzu.
"Für wie dumm hältst du mich? Du bluffst doch nur!" An die Mitspieler die ganz langsam vom Tisch aufzustehen versuchten gewandt sagte er "Und ihr bleibt hier, wo ich euch sehen kann!"
"Du hast den ganzen Abend nicht einmal gewusst, ob ich bluffe oder nicht. Warum bist du dir jetzt auf einmal so sicher?"
"Du würdest mit draufgehen!"
Tal zuckte mit den Schultern "Beim Sabbacc muss man damit leben, dass man an und zu mal verliert! Du hast genau 25 Sekunden Zeit diese Weisheit doch noch zu akzeptieren und mir deinen Blaster zu geben!"
"Du bluffst!"
"20 Sekunden"
"Ich sage es noch einmal: Darauf falle ich nicht herein!" sagte der Gran entschlossen, wobei der Schweiss auf seiner Stirn und das heftige Zittern seiner Hand seine Entschlossenheit verleugneten.
"15 Sekunden"
"Du.. m-musst einfach bluffen!" Der Ton des Gran nahm langsam verzweifelte Züge an. "In 10 Sekunden werden wir es erfahren!"
Resigniert warf der Gran den Blaster auf den Tisch und rannte panisch aus der Bar. Die in Schweiss gebadeten restlichen Mitspieler am Tisch taten es ihm nach.
Talan nahm' das Datapad, tippte etwas ein und begann mit einem breiten Grinsen die Creditchips einzusammeln, die die überhastet aufgebrochenen Spieler zurückgelassen hatten.

"Eine beeindruckende Vorstellung Lt. Horl!" sagte eine Stimme hinter ihm.
Das Grinsen auf Tal's Gesicht verflog' augenblicklich und wich einem mürrischen Ausdruck, als er sich umdrehte und einen Offizier des Militärs der Neuen Republik erblickte.
"Ich bin kein Offizier mehr und das wissen sie sehr wohl!Was wollen sie von mir? Ihr Aufenthalt in einem der übelsten Löcher auf ganz Nar Shadaa wird wohl kaum zu Vergnügungszwecken sein,nehme ich an."
"Ihre Logik spricht für sie Horl. Ich bin hier, um General Crackens Gefallen einzufordern. Sie sollen unverzüglich nach Coruscant aufbrechen und sich dort mit ihm in Verbindungs setzen!" "So etwas hatte ich befürchtet. Warum gerade ich?"
"Erstens wegen ihrer Fähigkeiten und ihres Schiffes, dass in keinerlei Verbindung zur Neuen Republik gebracht werden kann und zweitens weil sie keine andere Wahl haben. Sie schulden es General Cracken."
Tal seufzte "Das tue ich in der Tat. Wann soll ich aufbrechen?"
"Jetzt sofort!"
Tal überlegte einen Moment und sagte dann resigniert: "Aber damit das klar ist: Danach sind wir quitt!"
"Das müssen sie mit dem General regeln!"
"Das werde ich, darauf können sie sich verlassen!" sagte er und stand von seinem Stuhl auf. "Eines noch, Horl!"
"Ja?"
"Es war doch ein Bluff, oder?"
"Ich bluffe nur beim Kartenspielen, Captain!" erwiederte Tal todernst.
Der Captain sank in den nächsten Stuhl und schaute mit bleichem Gesicht Tal hinterher, der die Bar in Richtung Raumhafen verliess.
Das breite Grinsen, dass Tal aufsetzte nachdem er die Bar verlassen hatte, hätte ihm vielleicht etwas von seiner Gesichtsfarbe zurückgegeben, doch das sah er schon nicht mehr.

***

"Das sind recht beeindruckende Referenzen, die sie da vorlegen." Commander Celchu saß hinter seinem Schreibtisch und sah von seinem Datapad auf zu Sandol Ainn. Das klimatisierte Büro lag in einem militärischen Verwaltungsflügel auf Coruscant, und war für einen hoch angesehenen Offizier wie Tycho Celchu eher spärlich ausgestattet. Sandol Ainn stand in lockerer Haltung vor Celchu's Schreibtisch, und wartete auf die Zusage, einen Platz in der Renegaten-Staffel zu bekommen. Er war vor rund einen Monat nach einer abenteuerlichen Flucht aus den imperialen Kernwelten auf Coruscant eingetroffen. Jahrelang stand er in den Diensten eines imperialen Kriegsherren, das sollte aber nur eine Tarnung sein. Sandol wurde, nach dem die Renegaden-Staffel zum ersten mal von Zinji angegriffen wurde, nach den Erfolg von Borleias, vom Geheimdienst der Neuen Republik ausgebildet, und bei den Kriegsherren eingeschleust. Er sollte das weitere Vorgehen eines Kriegsherren beobachten und der Allianz regelmäßig Bericht erstatten.
Auf einer imperialen Kernwelt lies er sich als Pilot anwerben, und machte die Fliegerausbildung für die Tie's. Doch schon sein erster Einsatz gegen einen anderen Kriegsherrn war ein Desaster, er wurde abgeschossen, aufgesammelt, und landete als junger Mann in einem Gefangenlager eines eher unbedeutenden Kriegsherren. Mehrer Wochen saß er darin, bis er die Möglichkeit bekam, in dessen Dienste als Pilot einzutreten. Und da alles besser war, als Gefängnis, und er schließlich eine Möglichkeit finden musste, mit der neuen Republik Kontakt aufzunehmen, nahm er an. Seine folgende Ausbildung auf einem Tie Advanced war viel umfangreicher und besser, und sein erster Einsatz war gleich ein Erfolg. Er kam in eine der zwei Tie Advanced Staffeln des Kriegsherren, und flog fortan vor allen Dingen Verteidigungseinsätze gegen andere Kriegsherren. Er lernte die Maschine wie seine Overall-Tasche in und auswendig kennen, und profilierte sich langsam zu einem Toppiloten in der Staffel.
Nach und nach fand er heraus, das er unter einem vergleichsweise unbedeutenden Kriegsherrn diente, der mit seinen vier Sternzerstörer der Imperial-Klasse nur über ein System mit sechs Planeten herrschte. So gut wie nie machte er Ausflüge in andere Systeme, der einzige Verkehr bestand eigentlich nur aus Fracht- und Schmuggelschiffen, die mit den Welten Handel betrieben.
So blieb Sandol jahrelang, anfangs unter strengster Bewachung und Argwohn, Pilot in der Tie Advanced Staffel. Er konnte nur seine Loyalität beweisen, und das Misstrauen Stück für Stück abbauen, und im Gegenzug seine Freiheiten aufzubauen. Vor zwei Monaten hatte er dann endlich eine Fluchtmöglichkeit gefunden: Er schaffte es, sich bei einer einfachen Patrol-Mission unbemerkt mit seinem Tie Advanced in den Hyperraum abzusetzen. Vorher hatte er Mittel und Wege gefunden, die Energie und damit die Reichweite seines Hyperantriebes zu vergrößern, aber das reichte noch lange nicht, um allein bis ins Gebiet der Neuen Republik vorzudringen. Er musste Zwischenlanden, seinen Tie zurück lassen, und entging auf seiner weiteren Reise immer nur knapp der Entdeckung durch imperiale Anhängerschaften. Schließlich erreichte er Coruscant und meldete sich beim Geheimdienst zurück. Nun musste er aber erst einmal zahlreiche Verhöre über sich ergehen lassen, bis er als rehabilitiert galt, und in den Militärdienst der neuen Republik einsteigen konnte. Zwar hatte er noch immer keinen eindeutigen Vertrauensbeweis erbracht, obwohl er selber loyal und aufrichtig gegenüber der Republik stand, aber er hoffte nun, das er als Pilot für die Neue Republik das in ihn gesetzte Vertrauen bestätigen konnte. Er wünschte sich eigentlich nichts sehnlicher, wieder in ein Cockpit zu steigen, und Einsätze gegen Piraten oder imperiale Kriegsherren zu fliegen, um endlich Frieden für die Galaxis zu bringen.
"Sie haben wirklich Mut und Einfallsreichtum bewiesen, als Sie unter dem imperialen Kriegsherren standen, und besonders auch auf Ihrer Flucht."
Commander Celchu riss ihn aus seinen Gedanken. "Obwohl ich sie gerne einmal mit uns fliegen sehen würde, kann ich ihr Versetzungsgesuch im Moment nicht annehmen."
Sandol blickte den Commander ungläubig an. Dies schien das Ende seiner Hoffnung sein, alle Vorgespräche hatten bis jetzt gut ausgesehen, und man hatte ihm auch immer wieder gesagt, das es gut für ihn aussieht.
"Aber, warum..." stammelte er, dann überlegte er sich noch einmal, was er sagen wollte. "Bis jetzt war doch aber alles in Ordnung! Ich schwöre Ihnen, das ich loyal gegenüber der Republik bin, und das ich nichts mehr mit den imperialen Mächten zu schaffen habe." "Das glaube ich Ihnen auch, aber wir müssen in unsere Leute absolutes Vertrauen setzen können. Ich bin von ihren Fähigkeiten, ihrem Können und Wissen auch überzeugt, aber Sie müssen ihre Loyalität erst noch beweisen. Wir werden Vertrauen in Sie setzen, und deshalb haben wir eine andere Aufgabe für Sie."
Jetzt wusste Sandol überhaupt nicht mehr, was er sagen sollte. Das verdutzte ihn noch mehr. "Sie treffen sich in drei Tagen mit General Cracken. Dort erhalten Sie ihre Aufgabe, und dann werden wir weiter sehen." Celchu reichte ihm ein Datapad von seinem Schreibtisch. "Sehen Sie, die Mission auf die wir Sie schicken werden, wird nicht ungefährlich werden. Ihr Wissen könnte für uns dabei von hohem Wert sein."
"Ja, Commander." Sandol wusste überhaupt nicht, was er von der ganzen Sache halten sollte. Wenn er aber darüber das Vertrauen erwerben konnte, sollte es ihm nur recht sein.
Da es nichts weiter zu sagen gab, grüßte er den Commander militärisch und verlies den Raum. Was würde das wohl für eine Mission werden? Sandol konnte sich überhaupt nichts mehr zusammen reimen, und lief verwirrt durch die Gänge des Verwaltungsgebäudes. Aber in drei Tagen sollte er mehr wissen...

***

Aus dem Weltraum betrachtet war Coruscant ein einziges Lichtermeer. Sie näherten sich von der Nachtseite, und C'ar'dra konnte einen ausgiebigen Blick auf den Planeten werfen. Er war noch nie auf dieser Welt gewesen, und der Anblick verschlug ihm den Atem. Während er den Blick auf den Planeten gerichtet hielt, griff er mit seinem Geist hinaus. Er sog die Gefühle dieser Welt in sich auf, wie er es mit der Luft jedes neuen Planeten tat, den er betrat. Er verspürte das gesamte Spektrum von Gefühlen. Freude, Trauer, Hoffnung, Verzweiflung, Liebe und Haß. Der ganze Planet war ein Leuchtfeuer in der Macht. Bewußt zog er seine geistigen Fühler zurück und konzentrierte sich wieder auf den Landeanflug. Inzwischen waren sie so weit herunter gekommen, daß er Einzelheiten ausmachen konnte. Gigantische Gebäude erstrecken sich in den Himmel, und ein Strom von Raumschiffen und Luftgleitern war in ständiger Bewegung.
Jetzt näherten sie sich dem gewaltigen Block des ehemaligen imperialen Palastes. Die Staatschefin, Leia Organa Solo hatte persönlich angeordnet ihm ein Zimmer zuzuweisen. Die Raumfähre wurde jetzt langsamer und setzte schließlich auf einer der vielen Landeplattformen auf. C'ar'dra ging zur Rampe. Dort blieb er einen Augenblick stehen und zog prüfend die Luft ein. Coruscant roch fremdartig und abweisend. Schließlich schritte er in angemessenem Tempo die Rampe hinab. Dabei war er sich sehr wohl seiner Auftretens bewußt. Er hatte die Kapuze seiner erdfarbenen Robe tief ins Gesicht gezogen, so daß nur die Schnauze mit den kurzen, spitzen Zähnen und die funkelnden Augen zu sehen waren. Der Wind fuhr durch seine Jedirobe und ließ sie wild flattern, aber sein kurzes, schwarzes Fell hielt ihn warm. Als einzige Waffe steckte der Zylinder seines Lichtschwertes in seinem Gürtel, und er hatte die Arme vor der Brust verschränkt.
Ein Mann erwartet ihn am Fuß der Rampe und verbeugte sich respektvoll.
"Willkommen auf Coruscant, Jedi C'ar'dra. Ich bin Arin Inum. Ich werde ihnen den Weg zu ihrem Zimmer weisen."
"Ich danke euch."
C'ar'dra nickte dem Mann zu und folgte ihm zu dem tunnelartigen Eingang. Er beachtete die prachtvolle Ausstattung des Palastes kaum. Stattessen versuchte er die Ausstrahlung des Gebäudes aufzunehmen. Er glaubte immernoch einen Schatten des Imerators zu spüren, war sich aber nicht sicher, ob das nicht ehr seiner Einbildung entsprang.
Sein Zimmer war tatsächlich ehr eine Suite und prächtig ausgestattet. Er dankte seinem Führer und schloß die Tür. Er inspizierte kurz die Räume. Dann kehrte er in den Hauptraum zurück. Es war jetzt vier Uhr morgens. Auf Javin Vier war es Mittag, und er fühlte sich nicht müder. Daher kehrte er dem überladenen Prunk den Rücken. Er hatte noch ein paar Stunden Zeit, bis Cracken ihn erwartete. Daher beschloß er einwenig in die Welt einzutauchen.

***

Obwohl er bereits mehrmals auf Coruscant gewesen war beeindruckte ihn die Kulisse, die sich ihm beim Anflug auf die Landeplattform des ehemaligen imperialen Palastes bot immer wieder auf's Neue. Selbst die schwindelerregenden Gebäudeschluchten Nar Shadaa's wirkten dagegen kümmerlich.
Sanft setzte er die "Ocean" auf der Plattform ab, deaktivierte die Systeme und verlies das Cockpit.
Auf dem Weg zur Laderampe holte er noch sein Gepäck- einen alten Sturmtruppentornister, der frische Kleidung und einen Ersatzblaster enthielt- aus seiner Kajüte.
Kaum hatte er das Schiff verlassen und die Laderampe geschlossen kam bereits ein Soldat des NR Militärs auf ihn zu.
"Captain Horl. Willkommen auf Coruscant. Melden sie sich bitte beim Quartiermeister am Ausgang der Landeplattform, er wird ihnen ein Zimmer zuteilen!"
Talan nickte "Habe ich danach noch etwas Zeit mir die Füße zu vertreten?"
"Selbstverständlich. Die Versammlung findet erst in ein paar Stunden statt! Da wäre nur noch eins bevor sie aufbrechen:
Würden sie mir bitte den Zugangscode zu ihrem Schiff nennen? Wir müssen die übliche Routineinspektion durchführen."
"Muss das sein?" fragte Tal. Es würde seiner Verhandlungsposition mit Cracken nicht gut tun, wenn die Inspektoren seine Sprengstoffvorräte aufspüren würden, vor allem, da der Besitz einiger davon nicht gerade legal war.
"Leider ja, Sir. Diese Landeplattform ist ein Hochsicherheitsbereich."
Tal seufzte. Eigentlich hätte er gerne darauf verzichtet zu diesem Mittel zu greifen, aber im blieb' wohl keine Wahl.
Er griff mit der Hand in seine Tasche und fuhr dann in einer halbkreisförmigen Bewegung einmal mit seiner Hand vor dem Gesicht des Soldaten vorbei.
"Sie brauchen mein Schiff nicht zu kontrollieren"
Der Soldat schaute gebannt auf seine Hand, nickte und sagte dann unschuldig lächelnd "Ich brauche ihr Schiff nicht zu kontrollieren".
"Schön das wir uns verstehen!" sagte Tal ebenfalls lächelnd, und reichte dem Soldaten seine Hand, der ohne ohne zu zögern die 500 Credits entgegennahm die sich darin befanden. Dann machte er sich auf den Weg zum Quartiermeister.

Das Zimmer das er zugeteilt bekam war zwar schlicht, aber recht geräumig. Nachdem er sein Gepäck auf's Bett geworfen hatte machte er sich auf, um sich ins Getümmel des Stadtplaneten zu stürzen, auf der Suche nach einer Bar und einer Sabbaccrunde. Es war zwar bereits 3 Uhr morgens, aber irgendwie musste er schliesslich die 500 Credits zurückverdienen, die er zur Bestechung des Soldaten benötigt hatte und er bezweifelte, dass er dazu nach dem Gespräch mit Cracken noch allzu viel Zeit haben würde.

***

C'ar'dra wanderte durch die gewaltigen Türme von Coruscant und sah sich neugierig um. Irgendwann landete er in einer lebhaft besuchten Bar. Trotz der frühen, oder besser späten, Stunde, war es immernoch voll. Angehörig von mindestens zwei Dutzend Spezien saß an der Bar, den Tischen oder spielten Sabacc. Dichter Qualm hing unter der Decke und brannte in seinen empfindlichen Augen.
C'ar'dra trat an die Bar und bestellte einen Drink, bei dem Barkeeper, den er nichteinmal einer Spezies zuordnen konnte. Er fragte sich verwirrt, wie er hierher geraten war. Er wollte gerade sein Datapad hervorholen, um den Weg zurück zu suchen, als er eine Störung in der Macht spürte. Irgendjemand in seiner Nähe hegte plötzlich akute Mordgedanken. "Du elender Betrüger!" schrie jemand.
C'ar'dra führ herum, und sein Blick fiel auf einen Tisch in der hinteren Ecke der Bar. Ein reptielienhafter Nichtmensch hatte einen gemeinaussehenden Blaster gezogen und auf einen Veperinen gerichtet. Die anderen Spielteilnehmer zogen sich langsam zurück. C'ar'dra seufzte und setzte sich entschlossen in Bewegung.
"Entschuldigung, gibt es hierrr ein Prrroblem?" fragte er. "Was mischt du dich da ein!"
Der Alien mit dem Blaster fuhr herum. Als er C'ar'dra sah weitet sich sein Blick, der an dem Gürte des Jedi zu kleben schien, wo ein unterarmlanger Zylinder steckte.
"Gibt es irrrgendein Prrroblem, bei dem ich behilflich sein könnte?"
"Er ist ein Betrüger", sagte der Alien kleinlaut und schien nicht sorecht zu wissen, wohin mit seinem Blaster. Schließlich schob er die Waffe verlegen in den Gürtel.
C'ar'dra sah den Veperinen an. "Stimmt das? Hast du betrrrogen?"
"Nein. Bestimmt nicht." Die Stimme des Insektoiden überschlug sich fast. "Mhm", C'ar'dra griff mit der Macht hinaus, aber er konnte keinen Betrug spüren. "Ich glaube dirrr. Ich gebe dirrr den Rrrat deinen Gewinn einzustecken und zu verrrschwinden."
Der Veperine nickte eifrig und griff nach den Creditchips.
"Hey, was soll das?"
Der Alien mit dem Blaster machte Anstalten, wieder nach seiner Waffe zu greifen. C'ar'dra richtete seinen Blick auf ihn.
"Das würrrde ich nicht tun. Errr hat rrrechtmäßig gewonnen."
"Natürlich." Der Alien nickte eilig.
C'ar'dra wartete, bis der Veperin aus der Tür verschwunden war, dann wandte er sich an den Blasterschwinger.
"Ich rrrate dirrr, die Sache auf sich berrruhen zu lassen."
Damit drehte er sich um und verließ die Bar. Dabei fiel ihm nicht der verstohlene Blick auf, den ihm ein lässig gekleideter Mann von einem der Sabacctische zuwarf.

***

Sandol blieb nichts anderes übrig, als die drei Tage auszuharren. Er machte sich zahlreiche Gedanken, was das wohl für eine Mission werden könnte. Aber bevor er in stumpfsinniges Brüten verfiel, nahm er lieber wieder seine Simulator-Trainingsstunden auf, die er nun schon seit zwei Wochen machte.
Er fühlte sich erstaunlich schnell heimisch in dem simulierten X-Wing-Cockpit, er flog die Maschine ja auch nicht zum ersten Mal. Jahre war es her, als er in seiner relativ kurzen Geheimagenten-Ausbildung durch die Neue Republik auch im Fliegen diverser Kampfmaschinen ausgebildet wurde.
Seine jetzigen Simulatorstunden nahm er auch unter der Leitung von erfahrenen Piloten, und er konnte sich in den zwei Wochen relativ schnell nach oben arbeiten und seine Fähigkeiten als Kampfpilot unter beweis stellen.
Natürlich fehlte ihm auf grund der kurzen Zeit noch viel Übung, und es würde tatsächlich wohl noch einiges an Zeit vergehen, bis er mit den Renegaten wirklich mithalten konnte. So fand er sich heute wieder bei den Simulatoren ein, und beschloss eine weitere historische Mission zu fliegen, zusammen mit ein paar Rekruten der Militärakademie. Er streckte seine Hand aus und startete die Triebwerke des X-Wing -Simulators "Grün Eins bereit." Um ihn herum erwachten die diversen Schalter, Knöpfe und Monitore zum Leben.
"Grün zwei bereit." Grün drei und vier meldeten sich ebenfalls einsatzbereit.
Sandol und seine drei Begleiter fanden sich mitten im Nirgendwo des Alls wieder. In diesem Übungsszenario sollte ein Schiff von drei Shuttles evakuiert werden. Dabei schickte aber eine imperiale Fregatte ein halbes Dutzend Tie Fighter und vier Bomber aus. Diese galt es zu erst zu erledigen.
"Gruppe Grün, nehmt euch jeder einen der Bomber vor!" Sandol selbst legte seine Zielpeilung auf den ersten Bomber. Die Bomber flogen in ca. einem Kilometer Abstand hinter den sechs Ties. Um eine saubere Torpedopeilung anzubringen, würden sie also schon in Schussweite der Tie's liegen. Die Bomber mussten aber zu erst ausgeschaltet werden, weil sie sonst zu Nahe zu den eigenen Schiffen kommen würden, um selber Torpedos abzufeuern. Sandol zog seinen X-Wing ein Stück höher, und lenkte seinen Kurs dann wieder auf die Ties. Als sie auf 2,5 Kilometer ran waren, schoss er ein paar Salven wilden Einzelfeuers ab, welche die Ties nur verwirren sollten. Dann schaltete er schnell auf seine Torpedos um, nahm den ersten Bomber wieder in die Peilung, während die Ties auf ihrem Kurs zappelten. Der Rest seiner Staffel feuerte schon die Torpedos ab, kurz darauf verlies auch sein Torpedo das Rohr. Er hielt noch kurz auf den ersten Bomber und wartete ein paar Sekunden, dann feuerte er einen zweiten hinterher.
Zwei Bomber gingen sofort hoch, der dritte konnte ein Ausweichmanöver fliegen, und war zumindest von seinem Kurs abgelenkt. Sein Ziel schaffte ebenfalls ein Ausweichmanöver, aber der zweite Torpedo konnte die Bahn des Bombers voraus berechnen und schlug genau in den Triebwerken ein.
In der nächsten Sekunde prasselte auch schon gegnerisches Feuer auf seine Schilde ein.

***

Warum musste dieser Idiot unbedingt versuchen zu fliehen? Seit er Vsora abgeschossen hatte ging ihm der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. Ich hätte die sechshunderttausend gut gebrauchen können. Mit den Credits die er stattdessen bekommen hatte war es ihm grad mal möglich gewesen die schwersten Schäden der "Klabert's Revenge", wie er sein Lamda Shuttle nach dem Tod seines Partners getauft hatte, zu reparieren und die Torpedos seines Defenders wieder aufzufüllen, der Rest war für ein paar Runden Sabacc gedacht.

Als er einen neuen Auftrag bekommen hatte hat er sich gefreut, auch wenn er die Ware nicht töten durfte winkten ihm doch eine Million Credits, ursprünglich hatte er sich gefragt, was der Kerl angestellt hat um so viel Wert zu sein, aber eigentlich war ihm das egal. Für das Geld wären noch einige Modifizierungen am Shuttle drin, wie zum Beispiel einen größeren Schlafraum, denn bis jetzt war gerade mal genug Platz für einen Spiegel und sein Bett, früher hatte er mit Klabert in Schichten geschlafen, aber das hat ihm besser gefallen, als mit anzusehen, wie sein einziger Freund von einem Turbolaser gebraten wird.

Eine Sirene meldete ihm, dass der Rücksturz aus dem Hyperraum kurz bevorstand. Er zählte die Sekunden, drückte den Schalter und vor ihm tauchten erst weiße Sternenlinien und kurz danach Coruscant auf. Die riesige Stadt faszinierte ihn, er war noch nie zuvor hier gewesen weswegen er bei dem Anblick alles um ihn herum vergaß.

"...Unidentifiziertes Schiff nennen Sie Namen und Ladung. Unidentifiziertes Schiff nennen Sie Namen und Ladung oder wir müssen Sie Anhalten", hörte er aus dem Komm was ihn schlagartig wieder in die Wirklichkeit brachte.
"<> Keine Ladung, Vergnügungsurlaub.", er wunderte sich kurz, warum man ihn mit "unidentifiziertes Schiff" ansprach, als er bemerkte, dass die neuen Transponderschaltkreise durchgeschmort waren. "Mein Transponder ist beschädigt, könnte ich eine Landeplattform mit genügend Platz für die Reparatur bekommen?" Das musste natürlich passieren, wenn man Teile bei den Hutts kauft, aber alle anderen hatten sein Finanzen weit überstiegen."Das kostet sie einiges, und dann ich muss ihnen noch ein Team zur Inspektion schicken - Sie verstehen Standardkontrolle.", sagte der Fluglotse mit einem gierigen Unterton in der StimmeDas hatte ihm noch gefehlt, wenn die Kontrolleure den Defender im Laderaum der Fähre entdeckten, und das würden sie, schließlich lässt sich ein 11m langer Raumjäger schlecht verstecken, konnte er sich genauso gut selbst Stunnerschellen anlegen.
"Wie viel kostet es mit Raum und...", er musste kurz überlegen, "Standardfreiheit?"
"Ich weiß nicht, so etwas habe ich noch nie zuvor gemacht", und ich bin Leia Organa, dachte V'ran bei sich, "Siebentausend pro Tag", verlangte die Stimme.
Toll, er hatte noch genau elftausend und das Transponderteil würde mindestens neuntausend kosten, wenigstens ist nicht das gesamte System durchgebrannt.
"Einverstanden, wo kann ich landen?"
*** Tal konnte sich ein lächeln nicht verkneifen, als er sah, dass der Verpine nicht nur seinen Gewinn, sondern auch einen guten Teil der restlichen Credits auf dem Tisch einsammelte.
"Hey, was soll das?" protestierte der Trandoshaner und schien wieder nach seiner Waffe greifen zu wollen.
"Das würrrde ich nicht tun. Errr hat rrrechtmäßig gewonnen." sagte der Fremde, der offenbar ein Jedi war.
Tal war zu derselben Einsicht gekommen. Er verfügte zwar nicht über die Macht, aber nach Jahren des Sabbaccspielens bildete er sich ein zu merken, wenn jemand falsch spielte. Er hatte die Gruppe schon eine Weile beobachtet, da er vor hatte selbst einzusteigen, nachdem er die Schwächen der Mitspieler studiert hatte.
"Nun, ich werde mir wohl eine andere Gruppe suchen müssen", dachte er und wendete seine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen am Tisch zu.
"Ich rrrate dirrr, die Sache auf sich berrruhen zu lassen." warnte der Jedi den Trandoshaner und verlies die Bar.
"Wenn du vernünftig bist hörst du auf die Warnung des Jedi" dachte sich Tal.
Kaum war der Jedi jedoch aus der Bar verschwunden, machte sich der Trandoshaner zu einem Tisch in der Ecke auf und unterhielt sich wild gestikulierend mit den dort Sitzenden. Vier davon standen auf und gingen mit ihm zusammen Richtung Ausgang.
Auf dem Weg schlossen sich drei weitere an und gemeinsam verließen sie die Bar, zweifellos, um dem Jedi nachzustellen.
Tal seufzte als er seinen Blaster noch einmal überprüfte und sich dann ebenfalls aus der Bar begab:
Trandoshaner waren selten vernünftig.

***

Sandol riss seine Maschine nach steuerboard, stieg nach oben, und täuschte einen Looping an. Jetzt sah er einen der sechs Ties über seinen Kopf vorbeirauschen, und wusste wer auf ihn geschossen hatte. Sofort zog er den Steuerknüppel an sich ran, und hängte sich schließlich in einer engen Spirale an das Heck des Feindes. Er drehte die Schildenergie ein wenig zurück und beschleunigte sein Schiff. Gleichzeitig gab er eine Einzelfeuersalve auf den Tie Fighter ab, der zwischen durch tänzelte, aber seinen Kurs hielt.
Und das war sein Fehler. Während Sandol immer näher kam, schaltete er seine Laser zusammen und wartete bis der Tie in die Nähe seines Zielkreuzes sprang. Er drückte den Auslöser und alle vier Laserstrahlen bohrten sich in das Heck. Der Tie explodierte n einem Feuerball, durch den Sandol direkt hindurchschoss.
"Staffel Grün Bericht!"
"Grün vier hier. Ich habe einen Tie Fighter erwischt."
"Grün drei, der letzte Bomber ist Schrott, ich hänge mich mit Vier an den nächsten Tie." "Zwei hier. Ich habe einige Probleme, und schaffe es nicht, einen direkt ins Fadenkreuz zu bekommen."
Sandol schaute sich nach Grün Zwei um. Tatsächlich hingen gleich zwei Ties an ihm dran. "Grün Zwei, ich bin auf dem Weg." Sandol schwenkte sein Schiff und gab noch einmal mehr Energie auf den Antrieb. Grün Zwei's Ausweichmanöver wurden indessen immer hektischer, aber er konnte immer wieder dem Beschuss seiner Feinde entrinnen.
Sandol schaltete wieder auf Torpedos um und er nahm den ersten Tie hinter Grün Zwei ins Visier. Der Pilot schien sich so sehr auf Zwei zu konzentrieren, das er die Torpedopeilung nicht bemerkte. Sandol schoss, als seine Anzeige rot wurde. Und obwohl Grün Zwei und die beiden Ties in einer leichten Aufwärtsbewegung waren, schoss der Torpedo in einem tiefen Bogen direkt hinter ihnen her. Er ging am zweiten Tie in unmittelbarer Nähe vorbei, und traf auf das Panel des ersten Ties, der gerade wider auf Grün Zwei schoss. Der Tie riss auseinander, und Bruchstücke bohrten sich auch durch das Cockpit und das linke Panel des zweiten Ties. Er verlor seinen Kurs und trudelte davon, während Dampf und Flüssigkeit aus einigen Löchern schoss. Ein paar Sekunden später kam der Pilot aus seiner Kanzel geschossen.
"Danke, Grün Eins, das war mehr als knapp."
Da kam auch schon der nächste Tie angeflogen. "Grün zwei, das ist deiner!"
Sandol nahm wieder Energie zurück auf die Schilde, und setzte sich rechts hinter Grün Zwei. Dieser war dem Tie in einer Bremsbewegung schon ausgewichen und richtete seine Nase auf ihn aus. Sofort beschleunigte er wieder auf 100% und hängte sich an den Tie. In der Zwischenzeit sah Sandol, das Grün Drei und Vier den letzten Tie erfolgreich von den Shuttels entfernt hielt und ihn mit Lasergarben malträtierten.
Grün Zwei hing nun wie eine Klette am Heck des Tie, und schaffte es, jedes Ausweichmanöver mit zu fliegen und ihn immer wieder mit Einzelfeuer zu belegen. Mehrmals traf er entweder etwas vom Solarpanel oder ein anderes Teil, bis sich schließlich ein Laser oberhalb des Triebwerkes von hinten durch die Kugelkanzel bohrte. Elektrische Ladungen schossen über die Außenhaut des Ties, und durch die unkontrollierte Bewegung riss ein Teil des Panels ab. Die Kettenreaktion führte schließlich zur Explosion.
"Wir haben den letzten Tie erwischt." Grün Drei freute sich sehr über seinen Abschuss. Kurze Zeit später verschwanden die drei Shuttels in den Hyperraum, und die Mission war erfolgreich beendet.

***

C'ar'dra war kaum ein Dutzend Schritte gekommen, als er die Stimmung in der Kneipe umschlagen spürte. Ohne sich etwas anmerken zu lassen, ging er weiter. "Ein Jedi tötet nur in Selbstverteidigung", schoß ihm dabei durch den Kopf, aber der Jagdinstinkt seines Volkes begehrte gegen seine Selbstdisziplin auf. Zumindestens kam ihm die Gegend gelegen. Er befand sich in einer großen, zylinderförmigen Geschäftspassage, die auf mehreren Ebenen von Brücken überspannt wurde, zwischen denen Antigravaufzüge umherschwebten.
Als er spürte, wie die acht Präsentzen die Bar verließen, spannte er sich an. Meister Skywalker würde das sicher nicht gefallen, was jetzt unweigerlich käme, aber ihm blieb keine sonderliche Wahl. Das Raubtier in ihm weigerte sich, zu fliegen.
"Hey, Du! Bleib stehen!" rief ihm jemand nach.
C'ar'dra irgnorierte die Aufforderung und ging weiter. Er spürte, wie drei seiner Verfolger nach ihren Blastern griffen. Aber als sie die Finger um die Abzüge legten, hatte sie die Lage gänzlich veränderet. Plötzlich war C'ar'dra herumgewirbelt und in seiner Hand erwachte die roteleuchtende Klinge seines Lichtschwertes bedrohlich summend zum Leben. Als wäre sie von einem eigenen Willen beselt, sauste sie durch die Luft und parrierte zwei Blasterblitze. Die anderen gingen weit an ihm vorbei. Dann streckte er nachlässig die Hand aus, und drei Blaster flogen in hohem Bogen über das Geländer, wo sie in der Tiefe verschwanden.
Leider waren seine Gegner noch dümmer, als er angenommen hatte. Vier von ihnen kamen auf ihn zugelaufen, währnd zwei weitere ihre Blaster zogen. Das stellte ihn vor eine schwierige Entscheidung. Alles in ihm schrie danach, seine Angreifer zu töten. Aber er war ein Jedi und konnte sich solche Gefühle nicht leisten. Er holte tief Luft und schloß die Augen. Dann griff er tief in die Macht hinaus. Mit einem gewaltigen Satz sprang er auf die nächste Brücke, die etwas höher und seitlich versetzt war. Trotz der Entfehrnung hallte seine Stimme klar und deutlich zu seinen Verfolgern herüber.
"Das ist eure letzte Chance. Niemand muß in dieser Nacht sterben."

***

Die Verfolger des Jedi schienen keine Zeit verloren zu haben.
Als Tal die Bar verlies sah er gerade wie der Jedi in einem gewaltigen Satz auf einen höher gelegenen Fussgängerübergang sprang.
"Das ist eure letzte Chance. Niemand muß in dieser Nacht sterben." sprach der Jedi mit hallender Stimme.
Die Verfolger machten in ihren Bewegungen halt und schienen über das Gesagte nachzudenken. Einige diskutierten heftig mit dem Trandoshaner, der die ganze Sache begonnen hatte.Nun, diesmal wollte sich Tal nicht auf die Vernunft des Trandoshaners verlassen.Ausserdem, wenn er nun schonmal hier war, konnte er auch helfen.
Seine Hand wollte bereits zu seinem Blaster greifen, als ihm die Worte des Jedi wieder in den Sinn kamen. Offenbar wollte er Blutvergiessen vermeiden.
Seine Hand verschwand in einer seiner Manteltaschen und brachte zwei Stungranaten zum Vorschein. Er stellte die Zünder auf 5 Sekunden, nahm in jede Hand eine Granate und rollte sie gezielt auf die zwei größten Gegneransammlungen. Die Verfolger waren zu sehr auf den Jedi konzentriert, um den Angriff überhaupt zu bemerken, bevor zwei blaue Leuchtfeuer aufblitzten und alle bis auf einen regungslos zusammensackten.
Tal zückte seinen Blaster "Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um zu verschwinden!".Der übriggebliebene Verfolger liess sich das Angesichts seiner prekären Lage nicht zweimal sagen und machte sich schleunigst davon.
Nachdem er die Blaster der betäubten Gegner über das Geländer geworfen hatte, wandte Tal seine Aufmerksamkeit wieder dem Jedi zu. Als er den finsteren Blick des Jedi sah' sagte er "Keine Sorge, sie sind nur betäubt. Sie werden wohl noch ein paar Stunden Kopfschmerzen haben, wenn sie aufwachen, aber ansonsten sind sie unverletzt."

***

Das Simulator-Cockpit hob sich, und Sandol stieg aus seinem Sitz.
"Das war ein hervorragender Treffer. Ohne Sie wäre ich zu Staub zerblasen worden." Grün zwei, ein junger Mann namens kam auf ihm zu. Er reichte Sandol die Hand.
"Sie sind aber auch keine üblen Ausweichmanöver geflogen." Ein Lächeln kam auf Sandols Gesicht.
Die "Flugaufsicht" der Simulatoren kam auf ihn zu. Ein Bothaner mittleren Alters im Rang eines Commanders zeigte auf Sandol. "Eine wirkungsvolle Taktik haben Sie bewiesen. Hätten Sie sich nicht gleich auf die Tie Bomber gestürzt, wäre die Evakuierung wohl schief gegangen. Nicht jeder schafft diese Mission auf Anhieb." Der hatte Sandol Ainn die letzten Tage in die diversen Feinheiten es X-Wings eingewiesen. "Sie scheinen schon auf ein große Erfahrung von Kampfeinsätzen zurückzugreifen."
"Danke, Sir."
"Sie haben vier Abschüsse geschafft. Grün zwei, Ihnen werden zwei Abschüsse gut geschrieben. Drei und Vier, Sie bekommen ebenfalls zwei Abschüsse vermerkt. Sie können wegtreten" Der Commander schaute Sandol mit einem schiefen Blick an. Während die drei weg gingen. "Commander, gibt es noch etwas?" fragte Sandol.
"Ja. Ich möchte eigentlich nur wissen, wie Ihr Gespräch mit Commander Celchu verlaufen ist." Die anderen Rekruten waren bereits außer Hörweite.
"Nun, leider nicht sehr gut. Sie konnten mir keinen Platz anbieten. Dafür werde ich auf eine Mission für General Cracken geschickt."
Das Fell des Bothans sträubte sich leicht nach oben, ein Ausdruck des Erstaunens, wie Sandol wusste. "Das tut mir Leid, wenn Sie wollen, kann ich noch einmal mit dem Oberkommando reden, und ein gutes Wort für Sie einlegen. Sie haben es wirklich verdient, aufgenommen zu werden, und Sie sind der besten Schüler mit dem ich in letzter Zeit gearbeitet habe."
"Lassen Sie nur, Commander. Ich glaube, man will ganz einfach nur meiner Loyalität auf die Probe stellen. Und ich bin durch aus gewillt, diese zu zeigen. Und deshalb werde ich auch die Mission annehmen."
"In Ordnung. Wenn Sie aber wieder einmal Hilfe brauchen, dann scheuen Sie sich nicht mich zu fragen. Ich glaube, die Herren im Oberkommando haben noch nicht begriffen, was sie an Ihnen verlieren."
"Vielen Dank, Commander. Ich werde daran denken." Sie gaben sich die Hand, und Sandol verlies die Simulatorräume, um sich für seinen Auftritt bei Cracken vorzubereiten.

***

C'ar'dra beobachtete, wie plötzlich eine weitere Gestalt auftauchte und irgendetwas auf seine Verfolger zurollen ließ. Dann gab es einen grellen Doppelblitz, und bis auf einen fielen alle Verfolger zu Boden. Der Fremde sagte etwas und der Mann verschwandt eilligst.
C'ar'dra nahm einen der schwebenden Aufzüge und kehrte auf die ursprüngliche Brücke zurück.
"Keine Sorge, sie sind nur betäubt. Sie werden wohl noch ein paar Stunden Kopfschmerzen haben, wenn sie aufwachen, aber ansonsten sind sie unverletzt" beeilte sich der Fremde zu erklären.
C'ar'dra's Bick hellte sich auf, als er sich den an Boden liegenden zuwandte und tatsächlich spürte, daß sie noch am Leben waren.
"So wie es ausieht, habt ihrrr sie vorrr einem Fehlerrr bewahrt und schlimmerrres verrrhinderrrt. Ich danke euch. Mein Name ist C'arrr'drrra", stellte er sich vor.

***

Nachdem V'ran auf Coruscant gelandet war hatte er sich entschieden, sein Geld erstmal doch nicht beim Sabacc zu vermehren, dafür war er zu schlecht. Simulatorföüge aren da schon eher sein Ding. Die ersten paar Stunden hatte er mit verschiedenen Jägern geübt, wobei ihm am Ende der B-Wing am besten gefiel, Defendersimulatoren gab es leider nicht und normale TIEs waren einfach zu schlecht. Die ersten Runden um Credits hatte er noch absichtlich verloren, womit sein Geld nun auf bescheidene achttausend Credits gesunken war. Jetzt Flog er einen Simulatorflug mit einem Einsatz von fünftausend, der andere Pilot war lange nicht auf seinem Niveau, aber seinen X-Wing gewohnt, was ihm einen Vorteil verschaffte. Als Schlachtfeld hatten sie den Asteroidengürtel von Hoth gewählt, wodurch man sich gut hinter Asteroiden verstecken konnte, Torpedos aber wenig Sinnvoll waren. Der Simulator zählte die Sekunden bis zum Start des Einsatzes 5,4, V'ran überprüfte noch einmal alle Systeme und machte sich bereit 2,1. Er startete direkt hinter einem Asteroiden und musste sofort die Nase hochziehen, was ihn ins Schussfeld des X-Wings brachte. Zwei Treffer aus einem einzelnen Laser brachten seine Schilde zum Glühen, und schüttelten ihn durch. Er drückte den Steuerknüppel von sich weg und schaltete die Zielerfassung auf Torpedos um. Ein einzelner Torpedo verließ sein Schiff und zwang seinen Gegner hinter einem Asteroiden abzutauchen, wenn jetzt alles nach Plan verlief würde der nächste ein Treffer sein. Tatsächlich kam der X-Wing auf der anderen Seite des Asteroiden wieder hervor, wo auch schon V'rans zweiter Torpedo auf dem Weg hin war.
Er schlug direkt in den Jäger ein, der den Einschlag irgendwie überlebte und seine Nase auf V'ran zudrehte, der hatte in der Zwischenzeit auf Ionenkanonen umgeschaltet und zog den Abzug zweimal durch, vier blaue Energiegeschosse flogen direkt auf seinen Gegner zu und überzogen den Jäger mit blauen Blitzen. Sein Bewegungsunfähiger Gegner war jetzt ein leichtes Ziel erschaltete auf Laser um verwandelte den Jäger in Schlacke.
Nachdem er das Geld eingesteckt hatte überlegte er, ob er nicht noch ein paar Flüge machte, als er vor einem der anderen Simulatoren ein bekanntes Gesicht entdeckte...

***

"Nichts zu danken. Talan Horl!" Er reichte dem Jedi die Hand" Wie es aussieht haben Sie gerade eine wichtige Regel hier auf Coruscant gelernt: Wenn du keinen Ärger willst, misch dich nicht in die Probleme anderer ein!" fügte er mit einem Lächeln hinzu.
"Tja, sieht so aus. Aberrr ein Jedi sieht nicht tatenlos zu, wie jemand errrschossen wird." C'ar'dra lächelt. "Das ist nicht unserrre Arrrt. Außerrrdem mag ich Typen, wie diesen Kerrrl nicht", fügt er mit einem Zwinkern hinzu.
"Ich hatte auch schon meine Sorgen mit Spielern, die nicht wissen, wann sie verloren haben. Aber genug davon, was führt einen Jedi in so eine üble Spelunke?"
"Ich gestehe, das ich zeitweilig die Orrrientierrrung verrrlorrren habe, sosehr hat mich diese Stadt faszinierrrt."
"Ja, es ist wirklich überwältigend, selbst wenn man den Anblick gewohnt ist. Sind Sie zum ersten Mal hier?"
"Ja." C'ar'dra nickte.
"Falls Sie eine Wegbeschreibung braucht: Ich stehe euch zur Verfügung." Er seufzte. "Ich fürchte ich werde jetzt ohnehin keine vernünftige Sabbaccrunde mehr finden, bevor ich wieder zurück im Palast sein muss."
C'ar'dran sah sein Gegenüber interessiert an. "Zum Palast? Hm, da muß ich auch hin. Es wärrre mirrr eine Frrreude, wenn Sie mirrr den Weg zeigen könnten. Das hierrr ist doch etwas anderrrs, als derrr Dschungel von Javin Vierrr."
"Yavin 4? Dann kommen Sie sicher von der Akademie. Nun in gewisser Weise ist dies' auch ein Dschungel, aber im Gegensatz zu dem auf Yavin 4 kenne ich mich hier Bestens aus. Und ich sehe keinen Grund warum wir nicht zusammen zum Palast gehen sollten."
"Ja, ich habe zwei Jahrrre bei Meisterrr Skywalkerrr gelehrrrnt." C'ar'dra schloss sich dem Mann an, der offensichtlich den Weg kannte, da er zielstrebig eine Richtung ansteuerte.
"Skywalker" sagte Tal mit einem annerkennenden Pfiff "Nun wir sollten uns beeilen, ich muss noch jemandem einen Besuch abstatten."
"Gerrrne, ich bin gerrade errst angekommen und sollte den Errrdrrrischerrr aufsuchen, bevorrr ich heute jemanden trrreffen muß."
Tal führte den Jedi vorbei an Bars, Läden und Verkaufständen zum nächsten Turbolift des Palastes.
Als der Turbolift auf dem Stockwerk das C'ar'dra genannt hatte hielt, wandte sich Tal dem Jedi zu. "Wir sind da. Ihr Zimmer sollte gleich da drüben sein." sagte Tal mit einer Handbewegung und reichte die Hand dann dem Jedi "Dann auf Wiedersehen. Es war mir eine Freude einen Jedi kennenzulernen. Das passiert mir nicht jeden Tag" schloss er mit einem Lächeln.
"Und mirrr warrr es eine Frrreude, mehrrr überrr diese Stadt zu lehrrrnen. Ich danke ihnen." C'ar'dra stieg aus dem Lift und stand tatsächlich kurz darauf vor seinem Zimmer.

***

Tal fuhr mit dem Turbolift noch ein paar Stockwerke weiter und stieg' dann aus. Zielsicher durchschritt er die Korridore des Palastes und machte schliesslich vor einer Tür halt. Kaum hatte er den Raum betreten, kam' ihm bereits ein Sullustaner entgegen.
"Horl,was machen sie denn hier?Ein Wunder dass sie sich überhaupt noch in den Palast trauen!"
Tal lächelte "Schön sie zu sehen Nomg, aber ich habe leider keine Zeit zu plaudern. Arbeitet Teniri noch immer hier?"
"Lt. Sel? Sie ist gerade in ihrem Büro."
"Danke Nomg"
"Kein Problem,Horl!"

"Immer noch beim Entschärfungskommando des Palastes, Lt. Sel ?" sagte Tal "Ich dachte sie hätten inzwischen ihre eigene Einheit bekommen."
"Das hätte ich wohl auch.Dummerweise hat sich vor ein paar Jahren jemand einen Streich mit Borssk Fey'La erlaubt und ich musste es mit ausbaden.Er fand es nicht sehr amüsant, als er voller Panik hier aufkreuzte und ich ihm erklärt habe, dass er nur einen Hydroschraubenschlüssel in der Hand hielt und es sich nicht um einen 'Rodianischen Todesdetonator' handelte.Er mag es nicht wenn jemand sieht, wie er gedemütigt wird und hat mir versprochen meine Karriere könne ich vergessen."
Sie sah von ihrer Arbeit auf und warf ihm einen finsteren Blick zu."Aber wem erzähle ich das, du solltest es am Besten wissen."
"Tut mir Leid, ich wollte nicht, dass du da mit reingezogen wirst."
Teniri seufzte "Ist schon gut. Ich bin drüber weg. Immerhin hättest du wegen Fey'La's Anweisungen beim Auftrag auf Ord Mantell beinahe deine Einheit verloren. Ich wundere mich immer noch, warum du ihm nicht wirklich einen Detonator in die Hand gedrückt hast." Tal grinste "Ich muss zugeben ich hatte mit dem Gedanken gespielt"
"Ich bezweifle das Cracken sich dann auch so für dich eingesetzt hätte" entgegnete Teniri ebenfalls mit einem Grinsen das sofort einem misstrauischen Blick wich als sie fortfuhr "Warum bist du hier?"
"Deinetwegen, warum sonst?" erwiederte Tal unschuldig.
Teniri funkelte ihn an und stemmte die Fäuste auf die Hüften "Wen willst du eigentlich für dumm verkaufen, Horl? Seit wann tust du irgendetwas, bei dem nichts für dich rausringt?" Tal hob' beide Hände in einer abwehrenden Geste "Schon gut." sagte er mit einem Lächeln. "Ich habe gehört, die Neue Republik hätte eine neue Version ihrer Detpackzünder entwickelt..."
"Ganz davon abgesehen, dass diese Information streng geheim ist und ich gar nicht wissen will, wie du da rangekommen bist: Warum sollte ich dir welche beschaffen?" unterbrach sie ihn mit einem skeptischen Blick.
"Wie wäre es, wenn ich dich zum Essen einladen würde, nachdem ich was immer Cracken mit mir im Sinn hat beendet habe?"
Teniri schnaubte "Da musst du dir schon etwas Besseres einfallen lassen!" "Ich bin leider momentan etwas knapp bei Kasse..." bluffte er.Erst wollte er versuchen, ob er nicht auch so an die Zünder kam.
"Tja, ich fürchte dann wird wohl nichts aus den Zündern!"
Er setzte sein gewinnendstes Lächeln auf und holte zum großen Schlag aus "Darf ich dich trotzdem zum Essen einladen?"
Teniri schaute ihn verdutzt an und seufzte dann "Als ob ich dir nicht schon genug Ärger zu verdanken habe" Sie stand auf und verschwand kurz aus dem Büro, nur um kurze Zeit später mit einer Schachtel zurückzukommen.
"Und jetzt verschwinde bevor ich es mir noch anders überlege" sagte sie streng, als sie ihm die Schachtel in die Hand drückte.
"Danke. Wir sehen uns dann, wenn ich zurück bin." versprach Tal und ging Richtung Tür. "Tal?"
Er wandte sich noch einmal um. "Ja?"
"Pass auf dich auf!"
"Das tue ich doch immer!" sagte er mit einem Grinsen und während er sich wieder der Tür zuwandte glaubte er die Ansätze eines Lächelns auf Teniris Gesicht zu erkennen.
Er ging noch einmal bei seinem Zimmer vorbei, um die Zünder in seinen Tornister zu stecken und machte sich dann auf den Weg zu Cracken.

***

Sandol saß verschwitzt und verdreckt in einer Nische einer Bar auf einem imperialen Hintlerweltplaneten, dessen Name er nicht einmal genau wusste. Er war müde, aber er hoffte, das der Becher Kaf ihn wach halten würde, der vor ihm stand. Er war vor ca. 20 Stunden mit seinem Tie Advanced aus dem Hyperraum aufgetaucht, weil seine Treibstoff zur Neige ging, und war sofort lokalen Patrouillen abgefangen worden. Scheinbar wussten sie schon, das er kam. Sein Flieger hatte bei der Fluch schon einiges abbekommen, aber nun wurde er entgültig malträtiert. Er steckte noch einmal alles an Energie in den Antrieb, aber es reichte nicht aus, um den Verfolgern zu entkommen. Immer wieder schossen Lasersalven an ihm vorbei, und mehrmals bekam er auch Streifschüsse ab. Seine Schilde brachen zusammen, und ein Laserstrahl senste sogar das obere Viertel seines rechten Solarpanels ab. Die anschließende trudelnde Bewegung der Maschine rettete ihm wahrscheinlich das Leben, aber nun schoss er unkontrolliert in den Orbit des Planeten. Irgendwie schaffte Sandol es, die Maschine zu stabilisieren, aber eine Bruchlandung war nun unvermeidlich. Er kam immer tiefer, bis er die Einzelheiten eines riesigen Waldes ausmachen konnte, der sich über die gesamte sichtbare Planetenfläche ausbreitet. Für Einzelheiten hatte er aber keine Zeit, sein Tie berührte schon die ersten Spitzen der Bäume. Immer noch hatte er eine beträchtliche Geschwindigkeit drauf, und als er auf Repulsoren umschalten wollte, musste er feststellen, das sie ausgefallen waren. Wie so viele seiner Systeme. Im Bruchteil einer Sekunde prallte sein rechtes Solarpanel auf einem riesigen Baum, und riss es ab. Der Tie legte sich noch im Flug auf die linke Seite, so das Sandol jetzt waagerrecht im Cockpit hing. Im nächsten Moment setzte das intakte Panel mit einem ungeheueren Krachen auf dem Waldboden auf und rutschte ein paar Meter fort, bis es nochmals kurz in die Luft sprang, wieder aufkam und weiter rutschte. Das ganze geschah in einer ungeheuren Geschwindigkeit, die ihm die Sinne raubten. Der Ohnmacht nahe bemerkte er nur wie der Tie langsamer wurde, während er auf den Panel weiterrutschte, bis er plötzlich einen Baum vor sich sah.

Sandol kam aus seinen Gedanken hoch. Er hatte sich auf dem nach Hause Weg in eines der Gebäude neben dem Palast etwas verlaufen. Aber von weitem entdeckte er die "Piloten-Bar", so wie er sie bezeichnete, in der er kurz nach seiner Ankunft auch ein paar Mal war. Inzwischen betrachtete er die Wettflüge an den Simulatoren aber eher als amateurhaft, und da er im Militär der Neuen Republik war, konnte er sich Glücksspiel eh nicht mehr erlauben. Aber e beschloss kurz vorbei zu sehen, und einen Drink zu nehmen, und sich dann auf den Weg nach hause zu machen. Als er an der Bar saß und an seinem Drink nippte, klopfte ihm jemand auf die Schulter.

***

Nachdem C'ar'dra ausgiebig von dem Erfrischer in seiner Suite gebrauch gemacht hatte, setzte er sich auf den Boden des Hauptraumes und schloß die Augen. Während er meditierte, verging jede Spur von Müdigkeit und Erschöpfung. Frisch gestärkt stand er auf und steckte sein Lichtschwert, das auf dem Tisch lag, in den Gürtel. Es war Zeit zu gehen. General Cracken erwartete ihn.

***

Nachdem V'ran seinen Partner auf Tatooine abgesetzt hatte, war er nach Plevok3 geflogen um einige Ersatzteile abzuholen. Nachdem das erledigt war wollte er sich eigentlich nur noch für ein paar Minuten in eine Bar setzen und ein Ale trinken, als eine ziemlich ramponierte gestalt aus dem Wald laufen sah. Er folgte ihr bis zu der Bar in die er auch wollte und bemerkte, dass der Mann eine Passage in die neue Republik suchte. Er hatte sich zu ihm gesetzt, da ein paar Credits nie Schaden konnten und unterhielt sich jetzt mit ihm, der Mann hieß Sandol Ainn und hörte sich ziemlich erschöpft an.
"Ich brauche eine Passage in den Raum der Neuen Republik", sagte Sandol nachdem V'ran ihn nach dem Ziel gefragt hatte.
"Nur für Sie, oder auch für Fracht?"
"Nur für mich. Und keine weiteren Fragen."
"Oh, Sie haben hier wohl was ausgefressen."
"Sagen wir, ich möchte Schwierigkeiten mit den imperialen Kriegsherren vermeiden."
"Das treibt den Preis aber um einiges in die Höhe. Sagen wir 6000, und ich bringe Sie nach Tatooine. Dort habe ich sowie so meinen nächsten Auftrag zu erledigen."
"Ich kann ihnen 5000 bieten. Mehr habe ich nicht übrig."
Der Pilot schien ein wenig zu überlegen. "Okay, einverstanden. Da Sie es eilig haben, starte ich in einer Stunde. Mein Schiff ist in Landebucht 94."


V'ran ging rüber an die Bar, an die Sandol sich gesetzt hatte und überlegte, ob er ihn zu einem Simulatorduell herausfordern sollte. Er klopfte ihm auf die Schulter und setzte sich neben ihn. "Na wie geht's?"

***

Als Sandol wieder aufwachte, war das Transparistahl des Cockpits zerborsten, und überall auf ihm verteilt. Er begann sich aus den Cockpit raus zu wuchten, und viel schließlich kopfüber auf den Boden, wo er noch einen Moment benommen liegen blieb. Ein Geräusch riss ihn aber in die Realität zurück. Es konnten nur ein paar Sekunden vergangen sein, seit er auf de Baum geprallt war, aber er hörte die näher kommende Patrouille, die ganz sicher nach ihm suchen würde. Er mühte sich hoch, schnappte sich seine Habseligkeiten aus dem Tie, und lief in den Wald. Er war nur ein paar Minuten gelaufen, als er in der Ferne mehrer Fahrzeuge und Schiffe hörte. Es war besser sich so schnell wie möglich aus dem Staub zu machen, bevor sie anfangen die Gegend anzusuchen. So kämpfte er sich die nächsten Stunden durch den Wald, bis er auf die Ausläufer einer kleinen Siedlung traf. Schnell sah er auch, das es einen kleinen Raumhafen gab. Nach einigem Suchen fand er eine Bar, und er hoffte hier jemanden zu finden, der ihn vom Planeten schmuggeln konnte. Er hatte Glück, in seiner Nische vor ihm saß nun ein Mann namens Vīran Polk, der ihm vielleicht helfen konnte.
"Ich brauche eine Passage in den Raum der Neuen Republik."
"Nur für Sie, oder auch für Fracht."
"Nur für mich. Und keine weiteren Fragen."
"Oh, Sie haben hier wohl was ausgefressen."
"Sagen wir, ich möchte Schwierigkeiten mit den imperialen Kriegsherren vermeiden."
"Das treibt den Preis aber um einiges in die Höhe. Sagen wir 6000, und ich bringe Sie nach Tatooine. Dort habe ich sowie so meinen nächsten Auftrag zu erledigen."
"Ich kann ihnen 5000 bieten. Mehr habe ich nicht übrig."
Der Pilot schien ein wenig zu überlegen. "Okay, einverstanden. Da Sie es eilig haben, starte ich in einer Stunde. Mein Schiff ist in Landebucht 94."

"Na, wie geht's" rief die Person, die ihm auf die Schulter klopfte. Sandol drehte sich um, und erkannte den Piloten wieder, der ihm geholfen hatte, aus dem imperialen Raum zu entkommen.

***

"Wie ich sehe, haben Sie es bis nach Coruscant geschafft, und laufen noch frei umher."
"Ja, dank Ihnen, bin ich von Tatooine mit einem regulären Flug hierher gekommen."
"Ja, und Sie sind wieder im Militär der Neuen Republik." V'ran schaute sich die Uniform von oben bis unten an.
"Als Flieger für die Sonderstaffel hat es noch nicht ganz gereicht, aber ich bekomme in nächster Zeit einen wichtigen Auftrag von General Cracken." Sandol drehte sich zum Barkeeper: "Bringen sie uns zwei Drinks, bitte." und zurück zu V'ran. "Kommen Sie, ich lade sie auf einen Drink ein. Das bin ich Ihnen zumindest schuldig."
"Danke."
"Was treibt Sie nach Coruscant? Sind Sie geschäftlich hier?"
"Ja, aber derzeit versuche ich Geld zusammenzukriegen, Simulatorflüge sind dafür besser geeignet als Sabacc."
"Und darum nehmen Sie hier die Leute aus?"
"Warum nicht? Aber lange kann ich hier nicht mehr hingehen, die andern merken langsam, dass ich besser bin als ich anfänglich getan habe."
"Warum sind Sie eigentlich nicht unterwegs, Ihr Auftrag lautet doch bestimmt nicht: auf Coruscant warten?"
"Doch, genau das ist auch mein Problem, ich kann mir das nicht so lange leisten. Haben Sie Lust auf einen Flug, einer gegen einen?"
"Nein, vielleicht andermal, wenn ich keine Uniform trage. Die anderen Gäste gucken jetzt schon misstrauisch", meinte Sandol und zeigte auf die umsitzenden Gäste, die sich sofort wegdrehten, wenn er auf sie zeigte, "und ich glaube danach würden Sie hier gar nicht mehr fliegen können."
"Das wird wahrscheinlich stimmen, aber ich wollte eh bald eine andere Bar aufsuchen, die Piloten hier sind keine echte Herausforderung, was halte Sie davon: Sie sagen mir wo Sie wohnen und ich schau mal, ob ich eine Bar finde in der gute Piloten sitzen, dann machen wir ein Teamduell?"

***

"Nun, ich wohne in einem südlichen Nebenturm des Palastes, Ebene 43, Stockwerk 101. Aber ich glaube nicht, dass daraus was wird,", sagte Sandol mit leichtem Bedauern in der Stimme, "nachdem ich bei Cracken war muss ich bestimmt recht schnell weg und es macht sich überhaupt nicht gut, nachdem man einen Auftrag bekommen hat mit einem Kopfgeldjäger gesehen zu werden, aber ich werd' sehen, was sich machen lässt."
Inzwischen war eine halbe Stunde vergangen. Sandol freute sich, das er V'ran wieder gesehen hatte. Ohne ihn wäre er wahrscheinlich wieder in einem imperialen Gefängnis gelandet. "Nun, ich denke ich muss langsam los. Meine Unterredung mit General Cracken ist morgen in aller Frühe. Es hat mich gefreut Sie wieder zusehen."
"Ja, natürlich, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Mission."
Sandol und V'Ran standen auf. Beide gaben sich die Hand und Sandol verabschiedete sich von V'ran, der sich gleich darauf nach einem neuen Gegner für die Simulatoren umschaute.

***

C'ar'dra zögerte kurz, bevor der den Lift verließ und brachte Ruhe in seine Gedanken. Dann betrat er einen Flur, der nicht für jeden Zugänglich war. Zu Erinnerung daran standen zwei uniformierte Sicherheitsleute auf dem Flur. Als sie C'ar'dra sahen, trat ihm einer der beiden entgegen.
"Können sie sich ausweisen?"
Wortlos reichte C'ar'dra dem Mann eine Codekarte.
"Danke. Der General erwartet sie. Aber sie müssen ihre Waffe vor der Tür abgeben."
"Mein Lichtschwert ist keine Waffe", sagte C'ar'dra.
"Natürlich." Der Mann sah ihn verwirrt an, als dächte er angestrengt über etwas nach. Dann zuckte er mit den Schultern und ließ den Jedi passieren.
C'ar'dra betrat Crackerns Büro durch ein kleines Vorzimmer. Der General saß hinter einem großen Schreibtisch, auf dem sich Datenkarten stapelten. Neben dem Fenster, das einen atemberaubenden Blick auf die Stadt gewährte, stand ein Mensch in einer Pilotenuniform. Auf dem Ärmel war ein Aufnäher befestigt, der die Silhouetten von zwölf X-Wings über dem Symbol der Neuen Republik zeigte. Ein dritter Mensch lümmelte sich auf einem der Sessel, die an der Wand um einen Tisch standen. Er hatte kurzegeschnittene braune Haare, einen 3 Tage Bart und grüne Augen, soweit C'ar'dra sah, und er trug eine ältere Militärhose, Boots und eine Fliegerjacke, mit irgendwelchen militärischen Abzeichen drauf. Offenbar würde dies eine größere Besprechung werden. C'ar'dra wandte sich dem General zu und verbeugte sich leicht.
"Mein Name ist C'arrr'drrra. Masterrr Skywalkerrr schickt mich."
"Willkommen auf Coruscant, Jedi C'ar'dra", antwortete Cracken. "Ich freue mich, daß sie herkommen konnten. Wir warten noch auf zwei Personen, dann können wir mit der Besprechung beginnen. Sie sollten eigentlich jeden Augenblick hier sein. Bitte nehmen sie doch Platz."
C'ar'dra nickte und setzte sich auf einen der freien Sessel. Er schlug die Kapuze seiner Robe zurück. Darunter kamen zwei kurze Ohren zum Vorschein, die ständig hinundher zucketen, da er auf alle Geräusche in seiner Umgebung lauschte. Wie sein gesamter Körper, war auch sein Kopf von einem kurzen, dichten, schwarzem Fell bedeckt.
Es dauerte nicht lange, bis es an der Tür klopfte.

***

Talan verlies' den Lift und näherte sich den zwei Sicherheitsleuten.
"Wir müssen ihre ID sehen, bevor wir sie durchlassen können!" sagte einer von ihnen. "Natürlich" sagte Talan und reichte dem Mann seine ID-Karte.
"Danke! Sie können gleich zum General. Wenn sie vorher jedoch bitte ihre Waffen abgeben würden?" sagte er mit einem Blick auf Talan's Blastergürtel und streckte auffordernd die Hand aus. Talan reichte dem Mann wortlos seinen Blaster. Dieser machte keine Anstalten seine Hand zu senken und sagte "Der General hat uns über sie informiert!"
Tal seufzte und drückte dem Mann seine zwei Thermaldetonatoren und die übriggebliebene Stunnergranate in die Hand.
Als Talan nachdem er geklopft hatte die Tür zum Büro des Generals öffnete, fielen seine Augen sofort auf die fellbedeckte Gestalt des Jedi der in einem der Sessel, die hinter einem Tisch an der Wand standen saß. Tal war es zwar vom Sabbac gewohnt seine Überraschung zu verbergen, aber diesmal gelang es ihm nur mit einiger Anstrengung. Neben dem Jedi saß ein hochgewachsener, braunhaariger Mann, dessen Kleidung darauf hinwiesen, dass er früher vermutlich beim Militär gedient hatte. Neben dem Fenster stand ein Pilot und daneben saß General Cracken hinter seinem Schreibtisch. "General Cracken. C'ard'dra" grüsste er, während er seinen Kopf dem jeweiligen Adressaten gegenüber leicht verneigte. Dem Piloten und dem Mann neben C'ar'dra nickte er ebenfalls zu.
Cracken war nicht ganz so erfolgreich wie Tal dabei, seine Überraschung zu verbergen. "Sie kennen sich bereits?"
"Wir hatten bereits das Vergnügen."
"Nun, wie dem auch sei.Wir erwarten noch eine Person, bevor wir mit der Besprechung beginnen können. Wenn sie sich derweil setzen würden?"
Talan setzte sich neben den Jedi und wandte sich ihm mit einem Lächeln zu "Ich hätte nicht erwartet, dass wir uns so bald wiedersehen!" sagte er dem Jedi, aber C'ar'dra's Antwort wurde noch bevor sie begann unterbrochen, als der letzte Teilnehmer der Besprechung den Raum betrat.

***

Als es an der Tür klopfte, drehte C'ar'dra den Kopf, um zu sehen, wer eintreten würde. Zu seiner Überraschung war es der Mann, der ihm erst vor wenigen Stunden den Weg zu seinem Zimmer gewiesen hatte. Die Überraschung war ihm anzusehen, ohne das C'ar'dra dafür auf seine Jedikärfte zurückgreifen mußte. Bei der Begrüßung durch Horl zeigte er dem Mann an zähnestarrendes Lächeln, das sicher bedrohlich gewirkt hätte, wäre ihm seine Belustigung nicht so offensichtlich anzusehen gewesen. Er setzte gerade zu einer Antwort an, als es erneut an der Tür klopfte.

***

Nachdem Sandol gestern Abend die Bar verlassen hatte, war er schnurstracks in seine Unterkunft gegangen, um sich noch eine Mütze voll schlaf zu gönnen. Schließlich wusste er nicht, wann er wieder dazu kommen würde.
Am nächsten Morgen lief er dann bei Zeiten zu dem Treffen mit Cracken durch den militärischen Verwaltungsflügel. Er grüßte die Wachen, die vor dem Büro standen, und zeigte ihnen seine ID-Card. Der eine nickte ihm wortlos zu, und Sandol klopfte an die Tür.
Als er eintrat, bemerkte er, das schon fünf Personen anwesend waren, der General selbst, ein Pilot der Neuen Republik, den er im blendenden Licht der aufgehenden Sonne nicht genau erkannt, und drei Zivilisten. Zwei von ihnen waren recht abenteuerlich gekleidet, der dritte war von einer ihm unbekannten Spezies, und erinnerte ihn entfernt an einen Bothaner. Das er keiner war, sah er aber sofort.
Sandol nahm Haltung an, und grüßte den General: "Guten Morgen, Sir."
Cracken nickte ihm nur zu und sagte: "Setzen Sie sich doch auf den freien Platz."
Während Sandol sich setzte, fing General Cracken schon mit dem Briefing an: "Guten Morgen, meine Herren. Da wir jetzt vollzählig sind, können wir auch gleich beginnen."



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