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Kapitel 3

"Ma'am?"
Sie drehte sich langsam zu dem Mann um, der ihr Quartier betreten hatte. Unaufgefordert. Dafür würde er bezahlen.
"39 ist ausgebrochen."
Sie ließ das Glas fallen, das sie in der Hand hielt, und es zersprang auf dem Boden. Sie machte zwei Schritte auf ihn zu ohne dabei auf die Verletzungen zu achten, die die Glassplitter ihr zufügten.
"Wann?"
"Heute Nacht. Terry hatte Wache und…"
"Ich weiß wer Wache hatte.", schrie sie ihn an "Wo ist ihre Leiche?"
Wenn er entkommen war, hatte er sie getötet. Sie war keine Gegnerin für ihn.
"Es gibt keine Leiche, er hat sie entführt."
"Verständigt Efil, er soll einen Suchtrupp zusammenstellen."
"Ja Ma'am."
Sie zog sich schnell an und ging in den Besprechungsraum. Efil war da und schickte grade mehrere Männer aus. Sie alle trugen schwere Waffen. Er hatte offensichtlich nicht vor, 39 lebend zu fangen. Er war von Anfang an gegen das Projekt gewesen. Sie hatte es immer befürwortet. Jetzt hatte er etwas gegen sie in der Hand.
Ich werde ihn wohl beseitigen müssen.
Er drehte sich zu ihr um.
"Shane, ich habe dir von Anfang an gesagt, dass das schief gehen wird. Er ist zu gefährlich. Wir hätten ihn töten sollen.", seine Stimme versprühte förmlich sein Gefühl des Sieges.
"Warum? Das Experiment läuft doch gut. Er hat bewiesen, dass er überlegen ist. Jetzt müssen wir ihn nur wieder einfangen."
"Überlegen? Überlegen? Er ist Terry entkommen, was hat das mit Überlegenheit zu tun. MIR wäre er nie entkommen."
Nein, nicht ich, das wird jemand anders für mich übernehmen. Sie konnte sich ein Lächeln nur schwer verkneifen.
"Dann kannst du ihn ja sicher auch wieder einfangen."
Jetzt hatte sie ihn da, wo sie ihn haben wollte. Sein überdimensioniertes Ego würde diese Chance nutzen, sie zu vertreiben. Und dann wird Nummer 39 ihn vernichten. Und es wird wie ein Unfall aussehen.
"Natürlich kann ich das."
Mit diesen Worten verließ er den Raum und machte sich auf den Weg in seinen Tod.

****

Terry hätte Nummer aufhalten müssen. Er war ihr körperlich klar überlegen, das war Shane klar, aber selbst er konnte keine Stahltür aus ihren Angeln reißen. Aber Terry war bewaffnet gewesen. Sie hatte einen der schweren Revolver bekommen, die auch Efil und Shane trugen.
Wie hast du sie ausgetrickst? Hast du dich tot gestellt? Sie ist einfach zu gutmütig.
Shane bog in den Gang ein, an dem die Zelle von Nummer 39 lag. Zwei Soldaten hatte sich die Zelle zwar schon angesehen, aber sie traute denen kaum zu sich selbst die Schuhe zuzubinden.
Die Zelle war verwüstet. Das Bett war aus der Wand gerissen und an mit dem Kopfende gegen die Zellenrückwand geschlagen. Ein Bein fehlte und es lag auf dem Kopf. Sie sah sich weiter um. Das Bein lag in der linken Ecke, mit Blut verschmiert. Unter ihm lag die dünne Matratze auf der Nummer 39 geschlafen hatte. Als sie näher heran ging konnte sie zwei Einschusslöscher entdecken.
Du hast dich gut gewehrt Terry, aber du hattest nie eine Chance.
"Ma'am?"
"Was gibt es?", sie drehte sich nicht um, sondern betrachtete weiterhin das Schlachtfeld, zu dem die Zelle geworden war.
"Wir haben den Schrank von Major Terry durchsucht Ma'am. Ihr Gewehr fehlt, zusammen mit ihrer Munition."
Sie hatte nichts anderes erwartet, sie hätte Terrys Schrank auch durchsucht.
Auf den Gedanken, dass Terry sie verraten haben könnte, kam sie nie.
"Sonst noch etwas?", sie musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass der Mann noch immer in der Tür Stand.
"Nein Ma'am."
Jetzt drehte sie sich um. Als sie den Mann sah, wie er da stand. Klein, schwach und unbedeutend entlud sich ihre angestaute Wut über die Flucht und Terrys Entführungs.
"WAS STEHST DU DANN NOCH HIER RUM? FINDE RAUS WO LANG ER ENTKOMMEN IST, ODER ICH SCHIEß DIR DEINEN DRECKIGEN SCHÄDEL WEG!"
Der Mann drehte sich um und war verschwunden, bevor Shane zu Ende geschrieen hatte.
Sie verließ die Zelle und machte sich auf den Weg zum Aufenthaltsraum der Wächter. Ihr neuer Adjutant, den sie sich nach der Aussendung der Suchtrupps zugelegt hatte folgte ihr.
"Ma'am. Captain Efil meldet, dass einer der Jeeps fehlt. Seine Spur führt in den Wald. Er folgt ihm."
Sie lächelte. Das erste Mal an diesem Tag. Durch den Wald würde er mit dem Jeep nicht weit kommen. Er würde durch das dichte Unterholz nicht einmal bis zur Stadt kommen.
Die Stadt... Sie blieb abrupt stehen.
Die Stadt war nur von der Rückseite aus betretbar, außer man lief durch den Wald. Dann könnte er noch vor ihren Leuten dort eintreffen, wenn er den Jeep im Wald stehen ließ.
Und keiner meiner Leute würde die Stadt betreten. Selbst Efil würde eher sterben. Wenn er das weiß...
"Weise je drei Teams an, die einzelnen Zugänge zur Stadt zu kontrollieren. Sie sollen automatische Waffen mitnehmen."
"Ja Ma'am."
Er sprach leise in das kleine Mikrofon, das vor seinem Mund hing. Genau wie die automatischen Waffen, die Fahrzeuge und die Geräte im Keller, war es eines der letzten Überbleibsel aus der Zeit vor dem Weißen Licht.

****

Drei Tage waren sie mittlerweile auf der Jagd nach Nummer 39. Irgendwie hatte er es geschafft, den Jeep verschwinden zu lassen und mit ihm Terry. Nachdem Efil der Meinung war, dass der Jeep von seiner Position aus nicht mehr weiterfahren konnte und die Reifenspuren aufhörten, hatte er sein Team aufgeteilt. Seine beiden Begleiter gingen in die eine Richtung, er in die andere.
Er hatte bei Shane weitere Männer angefordert und sie hatte ihm mitteilen lassen er würde sie bekommen. Das war jetzt zwei Tage her.
Morgen schicke ich dir die Männer, aber nicht um Nummer 39 zu suchen. Sie werden sich um ein anderes Problem kümmern. Mein Problem.
Ihre Männer würden sich bei Efil melden. Wenn er ihnen den Rücken zudrehte, würden sie ihn erschießen. Jeder würde glauben, es wäre Nummer 39 gewesen und sie hätte ein Problem weniger. Es wäre nicht der erste Auftrag dieser Art, den ihre Männer für sie ausführten.

****

Die fünf hatten kein Problem damit gehabt Efil zu finden. Sie konnten einfach dem Signal folgen, dass sein Funkgerät sendete. Es war ein Wunder, dass diese Geräte noch funktionierten, alle fünf hofften, dass sie nicht jetzt den Geist aufgeben würden. Wenn das passierte, waren die Geräte unbrauchbar, niemand wusste, wie sie repariert werden konnten.
Sein Signal hatte sich schon länger nicht mehr bewegt als sie bei ihm eintrafen.
Warum war sofort erkennbar, wo einmal sein Kopf gewesen war, war nur noch ein großes Loch. Der Anführer drehte die Leiche auf den Bauch und zog sein Hemd hoch. Die große Narbe auf dem Rücken identifizierte ihn als Efil. Er schien schon länger tot zu sein, trotzdem schickte er zwei seiner Leute aus, die Gegend nach Nummer 39 abzusuchen. Vielleicht war er ja in der Nähe geblieben oder zu verletzt, um weit wegzukommen.
Er nahm sein Funkgerät zur Hand und öffnete eine Verbindung. Es war das einzige Funkgerät, das direkt zu Shane durchkam, ohne den Umweg über ihren Adjutanten zu nehmen.
"Ma'am, wir haben ihn gefunden. Nummer 39 hat uns das Problem abgenommen. Weitere Anweisungen?"
"Bringt seine Leiche her.", ihre Stimme kam nur verzerrt aus dem Mikrofon.
"Und was machen wir wegen Nummer 39. Ich vermute er ist in die Stadt geflohen."
"Ihr unternehmt gar nichts. Wenn er in die Stadt geflohen ist, dann hat er sie schon wieder verlassen."
"Jawohl Ma'am."
Er schaltete das Funkgerät aus und wies zwei seiner Männer an, die Leiche zu nehmen und zur Basis zurückzutragen.

****

Er folgte ihr, immer hinter den Ecken wartend, damit sie ihn nicht sehen konnte. Sie kam zur Toilette, guckte sich kurz um und ging dann rein. Jetzt war seine Chance gekommen. Sie würde büßen, für die Schmach, die er gestern erlitten hatte. Er ging weiter, rannte fast, und betrat kurz nach ihr die Toilette.
"Terry... Wo bist du?"
Er hörte ein erschrockenes Einatmen hinter einer der Türen und brach sie auf. Da saß sie, ihren Teller auf dem Schoß, die Hose heruntergezogen. Ihr Gesicht war blass vor Schock.
"Jetzt kann Shane dir auch nicht mehr helfen, du kleine Schlampe."
Er riss sie von der Toilette, zog sie raus und presste sie an die Wand gegenüber der Tür. Seine Hand wanderte nach vorne, über ihre Brüste nach unten und massierte sie an ihrer Scheide.
"Das gefällt dir, nicht wahr?"
Sie wehrte sich, hatte aber keine Chance, Efil war wesentlich zu stark für sie. Er zog mit einer Hand seine Hose runter und drang in sie ein. Terry fing an zu heulen.
Nach kurzer Zeit kam er.
"Ich hoffe, das war dir eine Lehre, du klein..."
Seine Stimme brach mitten im Wort ab. Etwas hatte ihn von hinten gepackt und riss ihn von Terry weg. Seine Füße lösten sich vom Boden, bevor er wusste was los ist flog er vorwärts gegen die Wand.
Scheiße, wer war das?
"Du bist tot kleiner.", gab er schwach von sich. Der Aufprall an der Wand hatte ihm die Luft aus den Lungen gepresst.
"Das glaube ich nicht Efil.", Shanes Stimme klang zuversichtlich.
Als er sich umdrehte, wusste er auch warum. In der linken Hand hielt sie ein großes Messer, rechts um ihre Hüfte hing ihr schwerer Revolver.
Er warf sich vorwärts, das Messer ignorierend. Shane wich aus und rammte ihm ihren Ellenbogen ins Gesicht. Er hörte etwas knacken, das fließende Blut ließ vermuten, dass es seine Nase war. Efil taumelte gegen den Rahmen der Toilettentür, die er grade kaputt gemacht hatte.
"Du mieses Stück Scheiße."
Er stürmte wieder vorwärts. Diesmal wich Shane nicht aus. Stattdessen griff sie sich ihn aus dem Lauf, drehte ihn und zog ihm das Messer über den Rücken. Später würde man anhand dieser Narbe seine Leiche identifizieren.
Efil sackte zu Boden. Er konnte noch sehen, wie Shane das Messer wegsteckte und zu Terry ging, die sich heulend in eine Ecke gepresst hatte. Dann wurde er ohnmächtig.

****

Shane erwartete die fünf an einem geheimen Zugang zum Gefängnis. Sie ließen Efils Leiche vor ihr zu Boden fallen.
"Hat euch jemand gesehen?"
"Nein Ma'am."
"Gut, ihr könnt bis auf weiteres gehen, aber haltet euch bereit. Sobald wir Nummer 39 gefunden haben, brauche ich euch."
Der Anführer gab seinen Männern ein Zeichen und sie verschwanden wortlos durch den Eingang. Sie betrachte die Leiche ein paar Minuten, dann hob sie sie hoch und warf sie sich über die Schulter. Efil war groß, aber die hundert Meter durch die Geheimgänge zum Untersuchungsraum schaffte sie auch mit der Leiche als Zusatzgewicht.

Als sie im Untersuchungsraum ankam legte sie den Körper auf einen der Untersuchungstische. Mit einem kurzen Blick auf seinen Rücken versicherte Shane sich, dass es sich wirklich um Efil handelte. Dann rief sie einige Wissenschaftler und Ärzte über die internen Kommunikationsanlagen und begann mit ihrer Arbeit.
Sie schnitt den Leichnam auf und entfernte nach und nach das Muskelgewebe, sie würde es noch brauchen.
Kurz darauf erschienen die angeforderten Leute. Den Wissenschaftlern gab sie einen Behälter mit dem Muskelgewebe und die Ärzte begannen Efil wieder zusammenzunähen. Am Ende würde er aussehen, als wenn er brutal verstümmelt worden wäre, aber die Entnahme des Muskelgewebes würde nicht auffallen, die Ärzte verstanden ihr Handwerk. Sie hätten den Körper auch so zusammennähen können, dass er unbeschädigt aussah, aber sie wollte, dass die Wächter dachten, Nummer 39 hätte ihn verstümmelt. Sie sollten ihn hassen und Shane würde dafür sorgen.

****

Terry hatte sich nah Efils Vergewaltigung schnell wieder gefangen. Nach zwei Tagen schob sie schon wieder Dienst, jetzt aber mit Shane zusammen. Und Shane hatte ein Feuer in ihr entdeckt, das neu war, hinzu kam ein unglaublicher Hass auf Efil.
Und ich werde diesen Hass schüren, bis sie ihn für mich erledigen wird. Oh Efil, wenn du wüsstest, was du angerichtet hast.
Bei dem Gedanken musste sie lächeln. Efil hatte sich sein eigenes Grab geschaufelt ohne, dass Shane etwas dazu hätte tun müssen.
Es klopfte an der Tür. Shane klappte den Monitor hoch, der in ihrem Schreibtisch versteckt war.
"Komm rein Terry."
Sie klappte den Monitor schnell wieder runter. Es war das einzige noch funktionierende Gerät dieser Art, das sie im Komplex besaßen und außer Shane wusste niemand, dass es exisiterte. Abgesehen von dem Techniker der es entdeckt hatte, aber darum hatte sie sich gekümmert. Er würde sicher niemandem mehr etwas verraten. "Woher wusstest du...?", Terry klang verwirrt. Immerhin war sie eine halbe Stunde zu früh.
"Intuition Terry. Setz dich.", sie deutete auf einen Stuhl der vor ihrem Schreibtisch stand und Terry setzte sich.
"Kommen wir direkt zum Grund, warum ich dich sprechen wollte. Ich bin in zehn Tagen für einen Tag nicht in der Anlage. Normalerweise würdest du daher einen anderen Begleiter zugeteilt bekommen. Aber ich weiß ja, wie ungern du mit Efil zusammenarbeiten willst, also biete ich dir die Chance, die Nachtwache allein zu absolvieren."
Shanes Abwesenheit war natürlich eine Lüge, aber Terry sollte sehen, dass sie ihr vertraute. Das würde das Vertrauen auch in umgekehrter Richtung fördern. Und wenn Terry Shane erst einmal vertraute, würde sie sie gegen Efil einsetzen können.

****

Shane stand im großen Versammlungssaal. Vor ihr saßen in mehreren Reihen die Wächter und Soldaten, sie alle waren geschockt. Shane hatte ihnen von dem Fund von Efils Leiche berichtet und gleichzeitig eine Trauerrede gehalten, nicht ohne dabei auf die fürchterlichen Folterungen einzugehen, die Nummer 39 ihm angeblich angetan hatte. Der verstümmelte Leichnam lag neben ihr in einem Holzsarg. Einige würden ihn sich später ansehen, sie würden den andern von den Verstümmelungen erzählen und mit jeder Erzählung würden die Verletzungen grausiger und mehr werden. Sie würden ihn hassen.
Shane verließ die Bühne über die Treppe am hinteren Ende und ging durch die Tür in den Flur dahinter wo sie von ihrem Adjutanten in Empfang genommen wurde.
"Ma'am, wir haben eine Spur von Nummer 39 gefunden. Er scheint sich auf der Südstraße vom Komplex wegzubewegen.
Vor zwei Tagen riss der Kontakt mit Team vier ab, woraufhin ich ein weiteres Team aussandte, dieses zu suchen. Sie haben den Jeep von Team vier im Wald gefunden. Die beiden Männer wurden mit drei Kugeln getötet."
"Drei Kugeln?"
"Ja, Ma'am. Es scheint als wenn Nummer 39 einem der beiden erst die Schulter zerschossen hat, bevor er ihn richtig traf."
Das ergab keinen Sinn. Nummer 39 würde nicht danebenschießen. Entweder hatte er das mit Absicht gemacht, was keinen Sinn ergab oder...
...oder jemand anders hat die beiden erschossen. Aber wer? - Terry.
Der Gedanke traf sie wie ein harter Schlag. Wenn Terry geschossen hatte, hatte sie Shane verraten, schlimmer noch, Shane hatte sie falsch eingeschätzt.
"Ma'am, soll ich die Teams von der Stadt abziehen und die Südstraße absuchen lassen?", er ließ es schon fast wie eine beschlossene Sache klingen.
"Nein. Weiß sonst noch jemand von dem Fund?"
"Nur das Suchteam.", jetzt schien er verwirrt.
"Gut, zieh alle Teams von der Südstraße ab. Wann kommt das Suchteam zurück?"
"Morgen früh, aber Ma'am...?"
"Kein Aber. Sie sollen direkt in mein Büro kommen und jeden mitbringen, den sie auf dem Weg dorthin treffen."
"Ma'am?"
"Gib die Befehle weiter und dann komm in mein Büro. Das Suchteam soll Funkstille wahren." "Jawohl Ma'am."
Sie würde ihn beseitigen müssen, genau wie das Suchteam. In gewissem Sinne bereute sie diesen Schritt, er war kompetent. Aber es dürften keine Informationen nach außen dringen, unter keinen Umständen.
Sowieso entwickelst du mir langsam zu viel Eigeninitiative.

****

Ihr neuer Adjutant war tatsächlich weniger kompetent, aber dafür zurückhaltender. Nachdem der letzte offiziell des Hochverrats angeklagt und zusammen mit seinen "Konspiranten" hingerichtet wurde. "Ma'am?", wesentlich zurückhaltender, zögerlich sogar, "Wir haben Team Sieben gefunden. Tot. Drei Kopfschüsse. Das automatische Gewehr, das sie mit sich geführt haben fehlt."
Gestern hatten sie den Kontakt zu Team Sieben verloren und Shane hatte ihn angewiesen, ihr bescheid zu geben, wenn er etwas neues hört.
"Wo?"
"Auf der Straße aus der Stadt heraus in Richtung Wüste."
"Ich weiß, auf welcher Straße Team Sieben eingesetzt wurde,", sie fuhr ihn an und lächelte als er zurückzuckte, "ich will wissen, wo auf der Straße."
"Kurz vor der Abzweigung zu der alten Militärbasis."
"Gut. Du kannst gehen."
Er würde zur Militärbasis fliehen, dort könnte er Waffen finden, das war die einzige Möglichkeit die Sinn ergab.
Außer du kannst dich erinnern, dann würdest du wahrscheinlich durch die Wüste zum Weißen Land fliehen.
Aber dass er sich erinnerte war unmöglich. Niemand konnte sich erinnern, nicht einmal Efil.
Die Löschung ist fehlerlos. Das ist unmöglich.
Aber sie war verunsichert. Es gab kürzere Wege um zu der Militärbasis zu kommen.
Trotzdem...
Sie rief ihren Adjutanten wieder zu sich und gab ihm Anweisungen ihr einen Wagen vorzubereiten. Sie würde Nummer 39 an der Militärbasis erwarten.

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